Kindergarten St. Konrad
Hacklberg
Vorschulerziehung
Die "Vorschulerziehung" beginnt nicht erst im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung des Kindes. Während viele Kompetenzen im Laufe der ganzen Kindergartenjahre vermittelt werden, bereitet die Vorschulerziehung das Kind intensiv auf die Schulsituation vor.
Mit der Einschulung kommen neue Arbeitsweisen, neue Verantwortungsbereiche, andere Gruppenstärken und auch ein größerer Aktionsradius auf das Kind zu.
Sobald das Kind ein „Vorschulkind“ ist, erhält es mehrmals wöchentlich Vorschulerziehung. Die zeitliche Planung ist von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich, die Inhalte jedoch, sind gleich. Die Kinder lernen , Aufgaben konzentriert und ruhig zu lösen, für ihr Arbeitsmaterial selbst verantwortlich zu sein und in Gruppen Aufgabenstellungen zu erarbeiten.
Um erste Kontakte zur Schule und zu den Lehrkräften zu knüpfen und alles schon vorab etwas kennen zu lernen, arbeitet der Kindergarten mit der Grundschule (Kooperation Kindergarten-Grundschule) sehr eng zusammen . Unsere Vorschulkinder besuchen mehrmals die Grundschule, sie dürfen dort an Unterrichtsstunden teilnehmen. Auch die Grundschullehrkräfte besuchen die Kinder im Kindergarten. Ängste und Unsicherheiten sollen dadurch genommen werden.
Damit das Kind in den größeren Aktionskreis mühelos hineinwächst, der mit dem Schuleintritt verbunden ist, erkunden wir mit den Vorschulkindern das weitere Umfeld, wir gehen „hinaus“ aus dem Kindergarten. Unser Augenmerk richtet sich hier auf die unterschiedlichsten Einrichtungen in der näheren Umgebung. Wir besuchen den Zahnarzt, die Kinderklinik, den Bauhof, die Stadtgärtnerei, den Recyclinghof, die Mühle, den Bäcker, die Feuerwehr, usw. Wir machen das Kind auf diesem Weg mit der Nutzung der Busse, dem Straßenverkehr und seiner weiteren Umgebung vertraut.
Die intensive "Vorschulerziehung" im letzten Jahr vor der Einschulung gibt dem Kind Sicherheit im Umgang mit neuen Lebenssituationen und der Welt außerhalb des Kindergartens und der Familie, somit auch mit der Schule.
Sprachliche Bildung und Förderung
Kinder im Vorschulalter haben in der Regel eine gut verständliche Umgangssprache, verfügen über einen ausreichenden Wortschatz und verwenden eine weitgehend korrekte Grammatik. Die Kinder können also problemlos mit ihrer Umgebung kommunizieren.
Vielen fällt jedoch schwer, das von ihnen Gesagte in einzelne Wörter, Silben und Laute aufzuteilen. In der Schule sollen sie dann möglichst schnell begreifen, dass Laute von bestimmten Zeichen, den Buchstaben, repräsentiert werden.
Das Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache (Petra Küspert / Wolfgang Schneider, Teil 1) bzw. das Würzburger Buchstaben-Laut-Training ( Ellen Plume / Wolfgang Schneider, Teil 2) bietet vielfältige Übungen, durch die Vorschulkinder in spielerischer Weise lernen, die lautliche Struktur der gesprochenen Sprache zu erkennen (= phonologische Bewusstheit).
Durch die regelmäßige Durchführung wird den Kindern der nachfolgende Schriftspracherwerb in der Schule wesentlich erleichtert.
Das Programm (Teil 1) beginnt mit Lauschspielen zum Üben des genauen Hinhörens, fährt fort mit Reimübungen und führt dann die Einheiten Satz, Wort und Silbe ein. Schließlich werden der Anlaut und einzelne Laute im Wort bewusst gemacht.
Im zweiten Teil beschäftigt man sich mit der Wiederholung und Vertiefung der Einheiten aus Teil 1. Zusätzlich werden Spiele zur Buchstaben-Laut-Verknüpfung durchgeführt.